Die Gründung unseres Orchesters im Jahr 1948 war genau genommen eine Neugründung – gab es doch bereits seit 1895 eine erste Orchestervereinigung, die im Laufe der Jahrzehnte durch eine Folge verschiedener Vereine abgelöst wurde.
Am 3.Oktober 1948 wurden der Gemeinde Langenfeld die Stadtrechte verliehen. Anlässlich des Festaktes stellte sich das nunmehr neugegründete Orchesterunter dem Namen „Städtischer Musikverein Langenfeld“ der Öffentlichkeit vor.
Seit 1952 gab und gibt das Orchester nun bis heute (mit nur einer Unterbrechung im Corona-Jahr 2020) in jedem Jahr zur Herbstzeit ein Sinfoniekonzert. Dazu kamen stets mehrere weitere Konzerte in Langenfeld und Umgebung mit verschiedenen Chören und Solisten. In der Blütezeit des Orchesters in den 1960er Jahren waren es bis zu 10 große Konzerte. Zusätzlich wirkte der Städtische Musikverein regelmäßig bei Veranstaltungen, Festakten, Einweihungsfeiern und Festen mit. Auch bei vielen Chören war das Orchester zur Mitwirkung verpflichtet.
Dass in dieser Zeit viele namhafte Solisten engagiert werden konnten, ergab sich auch daraus, dass das jährliche Sinfoniekonzert stets eine Abonnementsveranstaltung der Kulturgemeinde war und großzügig bezuschusst wurde.
Seit den 1990er Jahren hat sich Vieles verändert: Die Kulturgemeinde und damit Abonnementsveranstaltungen gibt es nicht mehr, die finanzielle Unterstützung durch die Stadt wurde deutlich reduziert, mehr als drei jährliche Konzerte sind weder organisatorisch noch musikalisch zu stemmen, die Mitgliederfluktuation bedingt durch geänderte gesellschaftliche Veränderungen ist eine Andere und Vieles mehr.
Unter Anderem hat sich auch der Name geändert, denn im Jahr 1998 wurde der Städtische Musikverein zum Orchester des Städtischen Musikvereins und der Musikschule Langenfeld und im Jahr 2006 zu Concerto Langenfeld.
Auch ist zum Beispiel ist der Frauenanteil unter den Mitgliedern erheblich gewachsen, das Miteinander im Orchester ist offener und freundschaftlicher geworden und in den Proben wird auch gelacht.
Auf der Bühne präsentieren wir uns nicht mehr streng schwarz-weiß, sondern schwarz mit frischem „Langenfeld-Grün“. Und zur Tradition eines jährlichen Sinfoniekonzertes ist seit 2011 eine neue jährliche Tradition hinzugekommen: Klassik trifft Jazz.
Geblieben ist aber das Wichtigste: Die Freunde am gemeinschaftlichen Musizieren und der Anspruch an hohes künstlerisches Niveau.